Gärtner's Tipps von A-Z

Vor der Aussaat

Vor der Aussaat oder dem Pflanzen von Gemüse im Frühjahr sollten Sie den Boden nur flach mit der Ziehhacke oder dem Dunghaken (Krail) auflockern und anschließend einebnen. Tiefes Umgraben zerstört die Frostgare.

Balkonpflanzen

Oft lassen Balkonpflanzen mit dem Wachstum und der Blütenbildung im Sommer nach. Dann sind die Nährstoffvorräte im Substrat aufgebraucht. Düngen Sie Ihre Balkonpflanzen dann mit einem Flüssigdünger. Im Gärtner´s Programm finden Sie für jeden Anspruch den richtigen flüssigen Dünger. Halten Sie nach dem Düngen die Erde gleichmäßig feucht, damit die Nährstoffe von den Pflanzenwurzeln aufgenommen werden können.

Chloridempfindlichkeit

Dünger mit Kaliumgehalt enthalten das Kalium in Chlorid- oder in Sulfatbindung. Höhere Chloridmengen sind für Beerenobst, insbesondere Erdbeeren schädlich. Auch Stauden und fast alle Gemüsepflanzen reagieren auf hohe Chloridmengen negativ. Alle Gärtner´s Dünger für diese Kulturen beinhalten ein chloridfreies Kalium.

Depotdünger

Depotdünger werden auch Langzeitdünger genannt. Hornspäne sind z. B. ein organischer Depotdünger.
 Mineralische Depotdünger sind wasserlösliche Nährsalze umhüllt von halbdurchlässigen, biologisch abbaubaren, organischen Kunstharzhüllen ( verharzte Pflanzenöle, wasserdurchlässige Polymere). Abhängig von Temperatur, Feuchtigkeit und Dicke der Harzhülle wirkt diese Form von Dünger mehrere Monate.

Fertigkompost

Fertigkompost ist Erde, die mindestens ein halbes Jahr in einem Komposthaufen oder Silo gelegen hat und anschließend durch ein Kompostsieb gesiebt wurde. Diese sehr feine Erde hat einen hohen Nährstoffgehalt und darf keinesfalls direkt als Pflanzerde verwendet werden.

Im Frühjahr

Graben Sie im Frühjahr freie Beetflächen im Garten nicht mehr um. Sie zerstören die sogenannte Frostgare, die durch die Einwirkung der Fröste im Winter entstanden ist.

Pflanzen von Gehölzen

Eine große Pflanzengrube fördert das Anwachsen von Gehölzen. Das Pflanzloch soll mindestens eineinhalb Mal so groß sein wie der Wurzelballen der Pflanzen. Verwenden Sie auch zum Einpflanzen eine humose, strukturstabile Erde, damit der Baum oder Strauch rasch neue Faserwurzeln bilden kann.
Achten Sie darauf, dass beim Pflanzen von Gehölzen aus Containern der Wurzelballen nicht zerfällt. Dadurch kann der Anwachserfolg in Frage gestellt werden. Dasselbe gilt für Bäume oder Sträucher, die mit Wurzelballen geliefert werden.

Gemüse

Der Bedarf an bestimmten Nährstoffen im Gemüsegarten ist von der jeweiligen Gemüseart abhängig. So benötigen Blattgemüsearten neben den üblichen Kernnährstoffen zur optimalen Entwicklung einen erhöhten Bedarf an Stickstoff, während Fruchtgemüsearten z. B. Tomaten, Gurken, Kürbisse usw. zur günstigen Fruchtreife, dem ausgeprägten Geschmack und der Haltbarkeit relativ viel Kalium benötigen. Mischkulturen schaffen ein natürliches Gleichgewicht. Empfehlenswert zu kombinieren sind:

Kohlarten mit 
 Sellerie, Bohnen, Gurken, Erbsen, Kartoffeln

Bohnen mit
Salat, Kohlarten, Tomaten, Kartoffeln

Tomaten mit 
Rettich, Radies, Mangold, Zwiebeln, Kohlarten, Petersilie, Sellerie, Bohnen

Salat mit 
Rettich, Radies, Bohnen, Gurken, Rote Rüben, Mangold

Zwiebeln mit 
Tomaten, Erdbeeren, Möhren, Pastinaken, Kohl

Gesteinsmehl

Gesteinsmehl ist kein ausgesprochener Dünger, fördert jedoch die Bildung von Ton-Humuskomplexen im Boden, unterstützt die Nährstoffaufnahme durch die Wurzeln und fördert die Festigung und Abwehrkraft des Pflanzengewebes. Verwenden Sie jedoch nur feines Gesteinsmehl, da nur dann eine ausreichende Wirkung erzielt wird. Benötigt werden etwa 100 - 150 g/m² im Jahr.

Gründüngung

Werden nach einer Frühgemüseernte die Beete nicht mehr genutzt, kann ein Gründünger eingesät werden. Sie können im Juli und August zu diesem Zweck Gelbsenf, Luzerne, Ölrettich, Sommerwicke, Ackerbohnen usw. aussäen. Besonders wertvoll ist das Büschelschön (Phacelia). Schon nach kurzer Zeit keimen die Samen und bilden eine grüne Pflanzendecke. Die Grünmasse wird im Spätherbst in den Boden eingegraben, der dadurch mit Humus und Nährstoffen versorgt wird. Eine Gründüngung verbessert die Struktur und Gare des Bodens!

Humusdüngung

Ideal ist es, wenn Sie im Frühjahr dem Boden eine Humusdüngung verabreichen. Bewährt hat sich Kompost aus dem eigenen Garten, von dem eine jährliche Gabe von ca. 5 l/m² für die normale Versorgung des Bodens mit Humus und Nährstoffen ausreicht.
 Haben Sie zur Humusversorgung Ihres Bodens nicht genügend eigenen Kompost, können Sie in gleicher Weise zur Humusversorgung Gärtner's Rinderdung verwenden.

Kalkversorgung

Ein günstiges Wachstum der Pflanzen wird durch eine ausreichende Kalkversorgung des Bodens erzielt. Zu erkennen ist der Kalkgehalt am Reaktionsgrad, der sich aus dem ph-Wert ergibt. Für die Mehrzahl der Gartengewächse ist ein neutraler (pH 7) bis schwach saurer Wert (pH 6) anzustreben.
Stellen Sie bei einer Bodenanalyse einen Kalkbedarf fest, können Sie diesen durch eine Düngung entweder mit kohlensaurem Kalk, kohlensaurem Magnesiumkalk Dolomit oder Branntkalk beheben. Alle diese Produkte finden Sie im Gärtner's Programm. Soll z. B. der Reaktionsgrad des Bodens von pH 5 auf pH 6 angehoben werden, sind für leichte Böden ca. 60 g/m² kohlensaurer Kalk oder Dolomitkalk und für mittlere bis schwere Böden ca. 150 - 200 g/m² Branntkalk erforderlich. Die Düngergabe erfolgt am besten im Herbst vor der Bodenbearbeitung.

Kernnährstoffe

Einen hohen Ertrag von qualitativ hochwertigem Gemüse erzielen Sie, wenn der Boden in harmonischem Verhältnis mit den wichtigsten Nährstoffen (Kernnährstoffen) versorgt ist. "Ziehen" Sie während der Vegetationsruhe zwischen Spätherbst und Spätwinter eine Bodenprobe und lassen Sie diese in einem Bodenuntersuchungslabor auf den Nährstoffvorrat untersuchen. Nach dem Ergebnis können Sie dann die erforderliche Düngung mit einem Dünger aus dem vielseitigen Gärtner's - Programm optimal ausrichten.
 Zu den wichtigsten Kernnährstoffen für alle Pflanzen zählen Stickstoff (N), Phosphor (P), Kalium (K), Kalk (Ca) und Magnesium (Mg). Der Bedarf der Pflanzen ist sehr unterschiedlich. Diese Elemente sind in allen Volldüngern enthalten.

Licht und Wärme

Jede Pflanze benötigt für ihr Wachstum Licht, Wärme und Kohlendioxyd, das sie über die Blätter aufnimmt. Das Licht ist ursächlich verantwortlich für das Blattgrün und den komplizierten Prozess der Photosynthese. Über die Wurzel nimmt die Pflanze Wasser und Nährstoffe auf.

Mulchen

Durch das Abdecken oder Mulchen des Bodens zwischen Gemüsepflanzen, Stauden oder Sommerblumen schützen Sie den Boden vor unerwünschter Verdunstung und verhindern eine Verschlammung der Oberfläche. Die krümelige Bodenstruktur bleibt erhalten. Zum Mulchen können Sie gehäckseltes Stroh, Rasenschnitt, Rindenmulch, Mulchpapier oder ein ähnliches Material verwenden. Die Mulchschicht aus organischem Material sollte ca. 5 cm hoch sein, dann wird auch mit Erfolg Unkrautwuchs unterdrückt.

Moorbeetpflanzen

Einen ausgesprochen sauren Boden lieben die sogenannten Moorbeetpflanzen. Dazu gehören u. a. Azaleen und Rhododendron. Sie können für diese Pflanzen den Reaktionsgrad im Boden senken, wenn Sie der normalen Pflanzenerde reichlich sauren Hochmoor-Weißtorf beimischen. Diese Pflanzen lieben einen pH-Wert um pH 5. Zur Düngung empfehlen wir Gärtner's Rhododendrondünger.

Nadelgehölze

Nadelgehölze im Garten leiden oft unter Magnesiummangel. Typisch dafür sind gelbe Nadelspitzen. Sie können diesen Mangel schnell beheben, wenn Sie den Boden mit Gärtner's Tannendünger versorgen, auch Gärtner's Bittersalz ist dafür bestens geeignet.

Organisch(-mineralischer) Dünger

Die unter der Marke "Gärtner´s" angebotenen organischen Dünger bestehen aus Hornprodukten und pflanzlichen Rohstoffen. Der Vorteil dieser Dünger ist ihre geringe Salzbelastung, die große Breite der Verwendbarkeit und ihre Depotwirkung.
Um die langsame und schonende Düngung der organischen Dünger mit der schnelleren Wirkung der Mineraldünger zu kombinieren, gibt es organisch-mineralische Spezialdünger. Alle "Gärtner´s" Dünger dieser Art sind pflanzlich-mineralischer Herkunft und besonders empfehlenswert.

Sport- oder Spielrasen

Einen sattgrünen, strapazierfähigen Gebrauchs- oder Spielrasen erzielen Sie, wenn Sie das Gras regelmäßig mähen, das kurze Schnittgut liegen lassen und zusätzlich einen Spezialrasendünger verabreichen. Verwenden Sie hierbei für jeden Zweck den richtigen Dünger aus dem vielseitigen Gärtner's Programm.

Tomaten

Tomaten wurden in den letzten Jahren gerne von der Kraut- und Braunfäule (Phyotphthora infestans) befallen. Vorbeugend können Sie eine Infektion durch die Pilzsporen verhindern, wenn Sie durch eine provisorische Überdachung der Tomatenpflanzen die Blätter vor Feuchtigkeit schützen. Eine gute Durchlüftung des Bestandes muss aber garantiert sein, damit auch Taubildung verhindert wird.

Umgraben

Abgeräumte Beete sollten Sie im Herbst mit dem Spaten umgraben. Dadurch wird die Wasseraufnahmefähigkeit verbessert und der Frost kann tiefer eindringen. Sie erzielen so bei einem schweren oder mittelschweren Boden eine gute Frostgare. Auf das Umgraben können Sie bei einem leichten Boden verzichten.

Vorratsdüngung

Verabreichen Sie bei Vegetationsbeginn im Frühjahr bei Bedarf eine Vorratsdüngung. Bewährt hat sich für diese Grunddüngung der organisch-mineralische Volldünger. Im Gärtner's Programm finden Sie eine umfangreiche Anzahl an speziellen organisch-mineralischen Düngern.
  Beispiel: Universaldünger ORMINAT, Rasendünger mit Sofort- und Langzeitwirkung.

Ziergehölze

Nährstoffansprüche für Ziergehölze:
Stickstoff: mittlerer Bedarf
Phosphor: geringer Bedarf
Kalium: relativ hoher Bedarf
Magnesium: hoher Bedarf
Spurennährstoffe: Eisen, Mangan, Zink, Kupfer, Bor
pH-Wert: 6 - 7 schwach sauer

Nährstoffverhältnis: deutlich kalibetont, mit viel Magnesium und wichtigen Spurennährstoffen.