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So stellen Sie Ihren Streuwagen richtig ein!

Für eine gleichmäßige Ausbringung des Düngers wird häufig ein Streuwagen empfohlen. Leider ist dazu auf der Verpackung nicht immer ein Hinweis mit einer passenden Einstellung zu finden.

Dies erklärt sich dadurch, dass durch die Vielzahl an verschiedenen Streuwagen und Düngemittelprodukten, sowie durch die Vielfältigkeit der Anwendungsbedingungen der verschiedenen Produkte, es nicht möglich ist, alle Geräte auf den Verpackungen anzugeben. Aus diesen Gründen wird manchmal auf diese Angabe gänzlich verzichtet.  

Wir geben Ihnen gerne Tipps, wie Sie Ihren Streuwagen richtig einstellen können:

Testen Sie zunächst das Abstreuen der Rasenfläche auf einer ausgemessenen Testfläche. 

Befüllen Sie dazu Ihren Streuwagen und fahren Sie die gesäuberte Testfläche z. B. Garagenboden (glatte, ausreichend große Fläche) mit dem befüllten Streuwagen bei einer mittleren Einstellung ab. 

Um mögliche Verschmutzungen der Testfläche zu vermeiden ist es zu empfehlen, die Fläche mit einer Folie auszulegen. 

Kehren Sie den ausgebrachten Dünger nun zusammen und wiegen Sie ihn ab. Anhand des Gewichts und der Größe der Testfläche können Sie die ausgebrachte Menge/m2  errechnen.


 
Gewicht ausgebrachter Dünger g   =   Ausbringungsmenge g/m2

                Testfläche m2 

Falls die ermittelte Aufwandmenge zu gering ist, muss man die Streuwageneinstellung erhöhen. Falls die Aufwandmenge zu hoch ist, muss die Einstellung verringert werden. Testen Sie erneut, bis die richtige Einstellung gefunden ist. 

Bitte entnehmen Sie die empfohlene Aufwandmenge und die Anwendungshinweise der Verpackung des Produkts. Falls Einstellungsempfehlungen für Streuwagen genannt sind, handelt es sich dabei um Anhaltswerte, die mit der tatsächlich ausgebrachten Menge wie oben beschrieben verglichen werden sollten.

Eine genaue Streuwageneinstellung ist wichtig, denn eine zu geringe Düngung bringt nicht den gewünschten Erfolg und eine zu hohe Dosierung kann die Gartenpflanzen schädigen. 

Achtung: Bei Streuwagen ohne Stop-Funktion fließt auch bei Stillstand des Gerätes z. B. beim Wenden weiter Dünger auf den Boden. Dieses kann punktuell zur Überdüngung führen.

Durch eine Überdüngung, insbesondere in den trockenen Sommermonaten, können die Pflanzen geschädigt werden (Verbrennen). Dies geschieht folgendermaßen: 

Pflanzen nehmen Wasser über den osmotischen Austausch auf. Durch die Ausbringung von Dünger bei bereits bestehender hoher Nährstoffversorgung eines Bodens (Überdüngung) ist die Salzkonzentration im Boden höher als in der Pflanze. Dies führt dazu, dass die Pflanze kein Wasser mehr aufnehmen kann. Ganz im Gegenteil: Sie gibt Wasser an den Boden ab, um den Unterschied in der Salzkonzentration zwischen Pflanze und Boden auszugleichen. Die Pflanze vertrocknet!

Bei Auftreten eines solchen Schadens sollte eine Bodenuntersuchung z. B. bei einer LUFA durchgeführt werden, um den Versorgungszustand und den Düngerbedarf zu ermitteln. 

Wir wünschen Ihnen viel Freude im Garten!



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